Mit der Porta Gottardo wird bereits das nächste touristische Grossprojekt in der Gotthardregion diskutiert. Die Umwelt- und Landschaftsverbände fordern, dass Kanton, Gemeinden und Projektverantwortliche zuerst die noch offenen Verpflichtungen aus dem Ausbau des Skigebiets Andermatt–Sedrun erfüllen.
Mehr als zwölf Jahre nach dem damaligen Kompromiss sind zentrale Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen noch immer nicht umgesetzt. Dazu gehören unter anderem der Rückbau alter Anlagen am Winterhorn, der verbindliche Schutz sensibler Landschaften, die Schonung von Wildlebensräumen sowie Massnahmen zur Besucherlenkung, zum Verkehr und zur Parkierung.
Der Urner Umweltrat unterstützt die Forderung der beteiligten Verbände: Bestehende Vereinbarungen müssen verlässlich umgesetzt werden, bevor neue Erschliessungen geplant und bisher geschonte Gebiete erneut unter Druck gesetzt werden. Nur auf dieser Grundlage ist ein glaubwürdiger Dialog über die künftige Entwicklung der Gotthardregion möglich.
